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BLUESKOJOTE
ANDY KLETZIN

Drums, Percussion, Lead- und Backing-Vocals

"Er braucht keine Vergleiche mit renommierten internationalen Topdrummern zu scheuen", schrieb ein fränkischer Journalist im April 1981 nach einem Konzert von MAJOR KNOCKOUT über den damals 22-Jährigen. Aber bis dahin war es ein weiter Weg ...

1967 ist Andy im heimatlichen Bad Lippspringe (Nordrhein-Westfalen) mit dem Fahrrad unterwegs, als er am örtlichen Fußballstadion vorbeikommt, wo gerade ein Spiel läuft. Einer der Zuschauer hat ein Kofferradio dabei, aus dem just in diesem Moment „Ha Ha Said The Clown“ von Manfred Mann quäkt, damals Nummer eins der westdeutschen Single-Charts. Den Achtjährigen überläuft es – was für eine Melodie, was für ein Sound! Es ist seine erste bewusst wahrgenommene Berührung mit Musik.

Nach dem Umzug in die Oberpfalz sieht klein Andy bei einer Hochzeitsfeier in Edelsfeld/Landkreis Amberg-Sulzbach zum ersten Mal einen leibhaftigen Schlagzeuger und beschließt: Das will ich auch machen. Daheim setzt er sich in der Folgezeit stundenlang vors Radio und beginnt, den Rhythmus der Songs mit den Zeigefingern so lange auf den Oberschenkeln mitzuklopfen, bis selbige knallrot sind.

Von einer Geschäftsreise bringt der Vater ihm ein paar Drumsticks mit, und Andy bedankt sich postwendend: Er trommelt binnen weniger Tage vor dem Radio ein ansehnliches Loch in den Wohnzimmer-Berberteppich. Soll heißen: Ein Schlagzeug muss her. Andy bekommt es mit elf und übt, wenn er nicht gerade Fußball spielt, in jeder freien Minute (was die Nachbarn über die Maßen begeistert haben dürfte). Zeitgleich entdeckt er Led Zeppelin und den Heavy-Rock, Zep-Drummer John Bonham und Swing-Legende Buddy Rich werden seine ersten Idole.

Mit zwei Klassenkameraden, die beide Akkordeon spielen, gründet er seine erste Musikformation, in den folgenden Gymnasialjahren trommelt er zunächst für die HIGHLIFE JAZZ BAND und bestreitet mit ihr auch seine ersten öffentlichen Auftritte, Skiffle-Einlagen mit Waschbrett inklusive. Es ist der Start in ein Musikerleben mit vielen weiteren Stationen, das ihn im Laufe der Jahrzehnte quer durch nahezu alle Genres führen wird, von Fusion-Rock über Tanzmusik bis hin zur Top-40-Profiband POP NACH 8, der sich Andy im Sommer 1998 für zwei Jahre anschließt. Sie hatte kurz zuvor den Deutschen Fachmedienpreis als beste deutsche Coverband eingeheimst.

Mit P.n.8 absolviert er in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol pro Woche bis zu sechs Konzerte, und der renommierte US-Schlagzeughersteller dw sowie die Schweizer Edel-Beckenschmiede Paiste verpflichten den Autodidakten, der nie einen Lehrer hatte, als Werbepartner. Wie zuvor schon die CAGEY STRINGS bekundet mit der SPIDER MURPHY GANG nun noch eine weitere bundesweit bekannte Rock'n'Roll-Formation ihr Interesse an dem Amberger, doch die Münchner Coverband SWEET NUTHIN' ist die vorerst letzte des ehemaligen Rock-Redakteurs, bevor er sein Schlagzeug samt Zubehör verkauft in der Absicht, Musik künftig nur noch passiv zu genießen.

Dabei bleibt es nach dem erneuten Umzug in die Oberpfalz jedoch nicht: Er steigt bei dem Amberger MAJOR KNOCKOUT-Ableger LUCKY PUNCH ein, packt seine Drumsticks dort aber nach nur wenigen Gigs unzufrieden wieder ein. Das wär‘s mit der Musik wohl endgültig gewesen, hätte nicht Ex-Bandmate Mane eines Tages zum Telefon gegriffen und dem Andy beide lädierte Ohren abgekaut (50 Jahre Rock'n'Roll haben halt ihre Spuren hinterlassen) in der Hoffnung, aus ihm einen richtigen BluesKojoten zu machen …     


Andys weitere aktuelle Projekte neben den BLUESKOJOTEN: Percussionist/Sänger der HOUND DOGS (Acoustic Blues Trio mit Myk und Htl) und von Sänger/Gitarrist Ben Stone (Schwarzenfeld)